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Konjunktur
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Unter dem Begriff Konjunktur versteht man die gesamtwirtschaftliche Lage, besonders in Hinsicht auf deren aktuellen positiven oder negativen Trend, aber der Ausdruck wird auch fĂŒr eine besonders gute gesamtwirtschaftliche Lage (Hochkonjunktur) verwendet, also wenn die meisten Unternehmen einen groĂen Umsatz haben.cite-ref-1[1] Wirtschaftswissenschaftlich ausgedrĂŒckt versteht man unter Konjunktur Schwankungen im Auslastungsgrad des Produktionspotenzials einer Volkswirtschaft. Weiterhin können mehr oder weniger regelmĂ€Ăige Schwankungen ökonomischer GröĂen stattfinden wie z. B. Produktion, BeschĂ€ftigung, Zinssatz und Preise mit der Folge, dass zyklische Schwankungen der gesamtwirtschaftlichen AktivitĂ€t entstehen können. Gemessen werden kann dieses durch den Grad der KapazitĂ€tsauslastung. Der wichtigste Indikator hierfĂŒr ist das reale Bruttoinlandsprodukt.
Genauer versteht man unter dem Begriff âKonjunkturâ, wenn Nachfrage- und Produktionsschwankungen zu VerĂ€nderungen des Auslastungsgrades der ProduktionskapazitĂ€ten fĂŒhren (in Abgrenzung von der Entwicklung der KapazitĂ€ten im Sinne von wirtschaftlichem Wachstum selbst) und wenn sie eine gewisse RegelmĂ€Ăigkeit aufweisen (in Abgrenzung von einmaligen SondereinflĂŒssen).
Diese in âKonjunkturzyklenâ wiederkehrende wellenförmige VerĂ€nderungsweise des wirtschaftlichen AktivitĂ€tsniveaus innerhalb einer Marktwirtschaft wird durch die Konjunkturtheorie untersucht und zu erklĂ€ren versucht. Dabei werden unterschiedliche Methoden angewandt, um aus vorliegenden Daten das regelmĂ€Ăige Ablaufmuster eines Konjunkturzyklus zu erkennen, insbesondere dessen oberen und unteren Umkehrpunkt.
Im Unterschied dazu betrachtet die Wachstumstheorie den langfristigen Trend des Wachstums einer Volkswirtschaft im Gleichgewicht. Um den Konjunkturverlauf an und fĂŒr sich zu betrachten, muss demzufolge von dem zugrunde liegenden Wachstumstrend abstrahiert werden. Die konjunkturtheoretische Analyse ĂŒberschneidet sich zum Teil mit der BeschĂ€ftigungstheorie.
Als einzelne Phasen eines Konjunkturzyklus werden hÀufig unterschieden:
⹠Aufschwungphasen (Expansion, ProsperitÀt),
âą Hochkonjunktur (Boom),
âą Abschwungphasen (Rezession) und
âą Tiefphasen (Depression).
Je nach zugrunde gelegter Theorie, verfĂŒgbaren Indikatoren und den fĂŒr die einzelnen Volkswirtschaften maĂgeblichen Gremien gibt es jedoch Definitionen darĂŒber, wann etwa eine âRezessionâ herrscht. Je nach Definition fĂ€ngt sie zu verschiedenen Zeitpunkten an und hört zu verschiedenen Zeitpunkten auf.
Man spricht auch von einer Sonderkonjunktur, wenn sich die Konjunktur in bestimmten Teilbereichen einer Volkswirtschaft durch ein unerwartetes Ereignis â zum Beispiel eine Ănderung gesetzlicher Rahmenbedingungen â eine begrenzte Zeit lang verbessert (Beispiel: Deutschland zahlte bis zum 31. Dezember 2023 eine PrĂ€mie beim Kauf eines neuen Elektroautos. Als diese Regelung in Kraft trat, begann eine Sonderkonjunktur diese Autos).
Wirtschaftspolitische MaĂnahmen zur AbschwĂ€chung konjunktureller Schwankungen werden als Konjunkturpolitik bezeichnet.
Contents
âą Allgemein
âą Konjunkturdienst
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Wirtschaftsschwankungen
Folgende Arten von Wirtschaftsschwankungen lassen sich aufgrund der LĂ€nge der Zyklen unterscheiden:
âą Saisonale Schwankungen sind kurzfristig (etwa drei Monate) und relativ leicht vorhersehbar. HĂ€ufig werden sie durch die sich jahreszeitlich Ă€ndernden Wetterbedingungen bedingt und machen sich besonders in bestimmten, diesen besonderen EinflĂŒssen besonders stark unterworfenen Wirtschaftszweigen, wie etwa der Bauwirtschaft, bemerkbar.
âą Konjunkturelle Schwankungen sind mittelfristiger Natur (etwa vier Jahre oder auch kĂŒrzer). Sie sind schwieriger in den Griff zu bekommen und sind die typische Aufgabe von Konjunkturpolitik. Sie kommen durch Ungleichgewichte zwischen gesamtwirtschaftlicher Nachfrage und gesamtwirtschaftlichem Angebot zustande, die zudem noch von zeitlichen Anpassungsverzögerungen beeinflusst werden.
âą Strukturelle Schwankungen (Kondratjew-Zyklen) sind langfristiger Natur (rund 50 bis 60 Jahre). Sie werden durch tiefgreifende VerĂ€nderungen in der Wirtschaft ausgelöst (Innovationen in den SchlĂŒsseltechnologien) und haben groĂe Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Hier kann Politik nur schwerlich gestaltend eingreifen.cite-ref-2[2]
LĂ€nge der Zyklen
UnabhĂ€ngig voneinander haben mehrere Konjunkturforscher Schwankungen unterschiedlicher LĂ€nge identifiziert. Der Kitchin-Zyklus wird zur Beurteilung der betriebswirtschaftlichen Produktions- und Absatzplanung bzw. der Lagerhaltung herangezogen. In der ersten Phase wird mehr produziert als verkauft, um die Lager zu fĂŒllen. Sobald sich ein langsameres Wachstum abzeichnet, wird in der zweiten Phase die Produktion gedrosselt. FĂŒr diesen Zyklus ist eine LĂ€nge von 3 bis 4 Jahren empirisch nachweisbar.cite-ref-wildmann83-3-0[3] Der Juglar-Zyklus beschreibt Investitionsphasen. Er dauert zwischen 6 und 10 Jahren.cite-ref-wildmann83-3-1[3] Auslöser fĂŒr den Kondratjew-Zyklus mit einer Dauer von 40 bis 50 Jahren sind technologische Innovationen.cite-ref-4[4]
Der Zeitraum, den man einem Konjunkturzyklus zuschreibt, hĂ€ngt wesentlich davon ab, ob man das Niveau der wirtschaftlichen AktivitĂ€t (in der Regel gemessen an der gesamtwirtschaftlichen Produktion, also dem Bruttoinlandsprodukt) als MaĂstab heranzieht, oder die Wachstumsraten. Grenzt man Anfang und Ende eines Konjunkturzyklus danach ab, ob die Wirtschaftsleistung absolut rĂŒcklĂ€ufig war (âKlassische Konjunkturzyklenâ), so findet man lĂ€ngere Zyklen. Eine Einteilung anhand von Zuwachsraten fĂŒhrt zu einer gröĂeren Zahl von kĂŒrzeren âWachstumszyklenâ. Alternativ kann man Konjunkturen daran messen, wie stark die ProduktionskapazitĂ€ten der Unternehmen ausgelastet sind. Hier sind Schwankungen zwischen etwa 70 % (Rezession) und 100 % (Boom) denkbar. Entsprechend lautet die betriebswirtschaftliche Definition der Konjunktur nach gĂ€ngiger Lehrmeinung: Schwankungen im Auslastungsgrad des Produktionspotenzials einer Volkswirtschaft. Hier wird sowohl ein Makrozyklus von mehreren Jahren bis zu Jahrzehnten Dauer beschrieben als auch beinhaltete Mikrozyklen von wenigen Jahren, nicht jedoch unterjĂ€hrige Saisonzyklen.
Phasen des Zyklus
Von verschiedenen Forschern und Institutionen werden Konjunkturzyklen in mehrere Phasen eingeteilt. Verbreitet ist ein Zwei-Phasen-Schema, bei dem der Konjunkturzyklus in einen Aufschwung und einen Abschwung eingeteilt wird. Dabei nehmen die Aufschwungphasen meist den weitaus gröĂten Teil des Zyklus ein, wĂ€hrend Abschwungphasen im Allgemeinen recht kurz sind. Dieses Schema ist insbesondere in den USA sehr verbreitet. Dort dauerten die AufschwĂŒnge zwischen 1945 und 2001 im Durchschnitt 57 Monate, die AbschwĂŒnge hingegen nur 10 Monate.cite-ref-5[5] Die letzte, ziemlich schwache Expansionsphase in den USA wird in einem EPI-Papier den Jahren 2001 bis 2007 zugeordnet.cite-ref-6[6]
Expansive Phase (Aufschwung, ProsperitÀt)
Als expansive Phase bezeichnet man die Phase des wirtschaftlichen Aufschwungs. Sie ist geprÀgt durch steigende AuftragsbestÀnde und Produktionen, das Sinken der Arbeitslosenquoten, eine tendenziell wahrnehmbare jedoch noch geringe Preissteigerung (Inflation), niedrige Zinsen mit steigender Tendenz sowie optimistische Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung.
Weiterhin ist sie gekennzeichnet durch eine steigende Auslastung von KapazitÀten der Produktionsfaktoren, steigende private Investitionen und Lohnsumme, zunehmendes Volkseinkommen und erhöhten privaten Konsum.
Hochkonjunktur (Boom)
In der Phase der Hochkonjunktur (obere Wendepunktphase, Boom) sind aufgrund von starker Nachfrage die KapazitĂ€ten einer Wirtschaft voll ausgelastet. Es herrscht VollbeschĂ€ftigung. Das Lohnniveau steigt, die Preise und die Zinsen ziehen weiter an, eine Erhöhung des realen Volkseinkommens ist nicht mehr möglich. Die Produktion wird so lange gesteigert, bis eine Ăberhitzung des Marktes eintritt â wenn also steigende Zinsen aufgrund erhöhter Kreditnachfrage und vermehrte Fehlinvestitionen aufgrund ĂŒbermĂ€Ăig optimistischer Erwartungen immer mehr Unternehmen Probleme bereiten. Man spricht hier von MarktsĂ€ttigung. Merkmale eines gesĂ€ttigten Marktes sind:
âą Marktvolumen steigt nur noch in geringem Umfang
⹠TeilmÀrkte werden von Stagnation oder Schrumpfung erfasst
âą Preisverfall
âą weniger produktive und viele kleine Unternehmen scheiden aus dem Markt aus
âą UnternehmensĂŒbernahmen verstĂ€rken Konzentrations- und Konsolidierungsprozesse
Von nun an nimmt das Bruttoinlandsprodukt zwar noch weiter zu, jedoch mit sinkenden Wachstumsraten. Die Phase des Abschwungs wurde eingeleitet.
Rezession (Abschwung)
Rezession (wörtlich der RĂŒcktritt,cite-ref-7[7] das ZurĂŒcksetzen, zudem schon weiter ĂŒbertragen der RĂŒckgangcite-ref-8[8]) bezeichnet die kontraktive Konjunkturphase, in welcher ein Abschwung der Wirtschaft verzeichnet wird. Eine einheitliche Definition gibt es aber weder in der wissenschaftlichen Literatur noch bei internationalen Organisationen. So kann die Rezession allgemein als die Phase abnehmender Wachstumsraten bzw. einer Verlangsamung nach einem Boom betrachtet werden, in der aber immer noch geringeres Wachstum verzeichnet werden kann.cite-ref-9[9] Diese sogenannte wirtschaftliche Rezession ist gleichbedeutend mit einem Abschwung.cite-ref-10[10]cite-ref-11[11]
Die erstmalig 1974 von Julius Shiskin in der New York Times veröffentlichte und mittlerweile weit verbreitete Definition engt den Begriff allerdings ein.cite-ref-12[12]cite-ref-13[13] Danach liegt eine sogenannte technische Rezession erst dann vor vor, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen im Vergleich zu den Vorquartalen nicht wĂ€chst oder ein RĂŒckgang zu verzeichnen ist (sinkendes Bruttoinlandsprodukt). Dies bedeutet, dass ein Abschwung nicht gleichbedeutend ist mit einer Rezession, da der Abschwung in einen neuen Aufschwung ĂŒbergehen kann, ohne dass es zu einem RĂŒckgang des BIP kommt.
Nach dem Kriterium des SachverstĂ€ndigenrates liegt eine Rezession dann vor, wenn ein RĂŒckgang der relativen Output-LĂŒcke um mindestens zwei Drittel der jeweiligen Potenzialwachstumsrate mit einer aktuell negativen Output-LĂŒcke einhergeht.cite-ref-15[15]
In den USA beobachtet das Business Cycle Dating Committee des National Bureau of Economic Research die statistischen Daten ĂŒber die Konjunkturentwicklung, wobei es indes nicht immer die gleichen MessgröĂen verwendet. Je nach DatenqualitĂ€t wird unterschiedlichen Indikatoren die FĂ€higkeit zugesprochen, das wirtschaftliche AktivitĂ€tsniveau zutreffend abzubilden; so 2007/2008 insbesondere den BeschĂ€ftigungszahlen, die bei den Unternehmen erhoben wurden. Eine Rezessionsphase wird dabei bestimmt vom oberen Scheitelpunkt bis zum untersten.cite-ref-16[16]
Laut dem Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung (WIFO) in Ăsterreich ist allein ein RĂŒckgang der Wachstumsraten in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen (immer im Vergleich zur Vorjahresperiode) noch nicht als Rezession zu bezeichnen, sondern erst wenn zwei Quartale mit Negativwachstum vorliegen. Also erst eine schrumpfende Wirtschaft steckt in einer Rezession, nicht aber schon eine nur mehr noch leicht wachsende Wirtschaft.
Eine Rezessionsphase ist im Allgemeinen gekennzeichnet durch:
⹠AbschwÀchung der Hochkonjunktur
âą pessimistische Prognosen fĂŒr die Wirtschaftslage
âą RĂŒckgang der Nachfrage
âą ĂŒberfĂŒllte Lager
âą Abbau von Ăberstunden und beginnende Kurzarbeit
⹠Entlassung von ArbeitskrÀften, die sich in der Probezeit befinden und Nicht-VerlÀngerung von befristeten ArbeitsvertrÀgen
âą fehlende Investitionen
âą teilweise Stilllegung von Produktionsanlagen
⹠stagnierende oder sinkende Preise, Löhne und Zinsen
⹠fallende Börsenkurse
WĂ€hrend fĂŒr Joseph Schumpeter die Aufschwungphase mit der EinfĂŒhrung einer Innovation mit wirtschaftlicher SchlĂŒsselbedeutung zu tun hat, ist fĂŒr ihn die Rezessionsphase die âErntezeitâ, wo die Ergebnisse der wĂ€hrend der Innovationsphase getĂ€tigten Investitionen eingefahren werden. Im Vergleich zu den Ăbertreibungen der Boomphase wird die Wirtschaft im Allgemeinen wieder âvernĂŒnftigerâ. Einige unter den neuen technologischen Bedingungen nicht mehr lebensfĂ€hige Unternehmen verschwinden vom Markt.cite-ref-17[17]
Steigert sich der Abschwung weiter oder kommt es zu einer anhaltenden Stagnation, spricht man von Depression.
Siehe auch
:
Vibecession
Depression (Konjunkturtief)
Ein Konjunkturtief ist der Tiefstand, in den eine Volkswirtschaft durch einen Abschwung gerĂ€t. Verharrt die Wirtschaft hartnĂ€ckig ĂŒber einen ungewöhnlich langen Zeitraum in diesem Tiefstand und sind noch weitere AbwĂ€rtsbewegungen nicht auszuschlieĂen, wird von Depression (lateinisch deprimere, âniederdrĂŒckenâ) gesprochen.
Teilweise wird angenommen, dass es âkeine akademische Definitionâ von âDepressionâ gebe.cite-ref-18[18] Thorstein Veblen etwa hatte aber schon 1904 seine Theorie der Zyklen der GeschĂ€ftsaktivitĂ€ten mit einer Wachstumstheorie beschlossen, die im Wesentlichen chronische Tendenzen zum Verharren in Depression beschrieb.cite-ref-19[19] 1939 unterschied Joseph A. Schumpeter âDepressionâ von âRezessionâ dadurch, dass Rezession im Ablauf der kapitalistischen Wirtschaft gleichsam ein normaler Vorgang sei, der das Gleichgewicht wieder herstellt. In der Depression hingegen komme es durch âabnorme Liquidationâ zur Vernichtung vieler Dinge, die ohne diese einfach weiter bestehen wĂŒrden. WĂ€hrend die Abschaffung der Rezession einer Abschaffung des kapitalistischen Prozesses insgesamt gleichkĂ€me, sei die Depression indes eine besondere wirtschaftliche Notlage, die das Eingreifen des Staates so gut wie unvermeidlich mache.cite-ref-20[20] In Ă€hnlichem Sinne spricht Paul Krugman im Wesensunterschied zur gelĂ€ufigen Konjunkturpolitik von âdepression economicsâ.cite-ref-21[21]
Ein Konjunkturtief wird oftmals verstĂ€rkt durch das Aufbrechen von Strukturkrisen, wie etwa ĂberkapazitĂ€ten in einzelnen Industriezweigen. Es geht ĂŒber eine lange Zeit die gesamte wirtschaftliche TĂ€tigkeit (wie etwa durch das Bruttoinlandsprodukt angezeigt) zurĂŒck, die Börsenkurse fallen, die Arbeitslosigkeit steigt stark an, Angstsparen beginnt und Tendenzen zu einer Deflation kommen auf (das Preisniveau sinkt, auch die Endverbraucherpreise fallen).
Der Begriff âDepressionâ wurde fĂŒr die Weltwirtschaftskrise am Ende der 1920er Jahre benutzt (US-Englisch: Great Depression). Diese Depression war geprĂ€gt von einer Massenarbeitslosigkeit in einem bis dahin unbekannten AusmaĂ. Als Beginn der damaligen Weltwirtschaftskrise wird der Zusammenbruch der Börsen am sogenannten schwarzen Freitag, dem 25. Oktober 1929, betrachtet (Börsenkrach). Die internationalen Wirtschaftskrisen im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts sind ebenfalls so bezeichnet worden, nĂ€mlich als GroĂe bzw. Lange Depression. Zur Frage, was aus Weltwirtschaftskrisen zu lernen sei, fand am 31. MĂ€rz 2009 vor dem US-Senatskomitee ein Hearing mit namhaften Ăkonomen statt.cite-ref-22[22]
In sozialpsychologischer Sichtweise wird oft als Grund fĂŒr eine Depression der Verlust des Vertrauens in das Funktionieren der Wirtschaft genannt. Joseph Schumpeter hĂ€lt das fĂŒr eine Pseudo-ErklĂ€rung und warnt davor, psychologische Erwartungen als exogene Variable, also reale Ă€uĂere Bedingungen anzusehen.cite-ref-23[23] Die Angst davor, den Arbeitsplatz zu verlieren und damit das dadurch gesicherte Einkommen, fĂŒhrt zur Verringerung der Konsumausgaben, deren Absinken wiederum zu vermehrtem Arbeitsplatzabbau fĂŒhrt. Andere ErklĂ€rungsversuche machen wirtschaftspolitische Fehlentscheidungen verantwortlich (im Fall der Weltwirtschaftskrise etwa ein hohes MaĂ an Protektionismus sowie mangelhafte MaĂnahmen, um EinflĂŒsse von Kursverlusten auf wichtige MĂ€rkte zu reduzieren), oder andere Faktoren wie Herdentrieb bei Investoren und/oder exogene EinflĂŒsse.
Konjunkturtheorien
â
Hauptartikel
:
Konjunkturtheorie
Dem PhÀnomen Konjunktur kann man sich aus unterschiedlichen Perspektiven nÀhern:
âą Eine phĂ€nomenologische Sichtweise setzt sich mit dem Konjunkturzyklus als solchem auseinander. Sie versucht, aus dessen Dauer, der LĂ€nge der verschiedenen Phasen und dem Verhalten verschiedener Teilaggregate (wie BeschĂ€ftigung, Investitionen, Exporte) Lehren fĂŒr den kĂŒnftigen Ablauf der Konjunktur zu ziehen. Diese Sichtweise ist insofern wichtig, als sie Konjunkturzyklen ĂŒberhaupt erst als eigenstĂ€ndiges Forschungsobjekt etabliert.
âą Eine analytische Sichtweise versucht, das Zustandekommen von Konjunkturschwankungen durch AnsĂ€tze aus der Wirtschaftstheorie zu erklĂ€ren. Einen Ansatzpunkt bieten Akzelerator-Multiplikator-AnsĂ€tze (Multiplikator-Akzelerator-Modell). Andere ErklĂ€rungsversuche stellen Lagerzyklen in den Mittelpunkt der ErklĂ€rung. Als Auslöser von Konjunkturschwankungen werden zudem finanz- oder geldpolitische MaĂnahmen analysiert; auch werden politische Zyklen diskutiert sowie psychologische und sonstige Ursachen. Wieder andere ErklĂ€rungsansĂ€tze verwenden RĂ€uber-Beute-Modelle der Populationsdynamik, um mit Hilfe von Lotka-Volterra-Gleichungen Konjunkturschwankungen zu erklĂ€ren.cite-ref-24[24]cite-ref-25[25]cite-ref-26[26]
âą Eine exogene (auĂerwirtschaftliche) Sichtweise betrachtet die Faktoren, die nicht unmittelbar mit der Wirtschaft zu tun haben. So sind zum Beispiel Kriege, Naturkatastrophen, Pandemien, Entdeckungen, Erfindungen und neue Rohstoffquellen Faktoren, die die Konjunktur verĂ€ndern können.
Die verschiedenen Schulen der Volkswirtschaftslehre favorisieren dabei unterschiedliche ErklÀrungsansÀtze. Diese unterschiedlichen Auffassungen spiegeln sich in den konjunkturpolitischen Empfehlungen wider.
Konjunkturforschung und -prognose
Allgemein
Mittels methodisch kontrollierter empirischer Verfahren versucht man die konjunkturelle Entwicklung einer konkreten Wirtschaft zu diagnostizieren und vorauszusagen. Diese Art von Konjunkturforschung lÀsst sich somit von der theoretischen Analyse der Konjunktur unterscheiden.
Forschungseinrichtungen
In den USA wurde die Konjunkturforschung von Arthur F. Burns und Wesley Clair Mitchell begrĂŒndet. Der von ihnen in den 1920er Jahren entwickelte Harvard-Indikator geriet in Misskredit, als er die Weltwirtschaftskrise 1929 nicht anzeigte. Die Konjunkturforschung lebte danach erst in den 1930er Jahren wieder auf.
In Deutschland waren hier unter anderem Arthur Spiethoff und Ernst Wagemann die Vorreiter. In eigentlichem Sinne begann die Konjunkturforschung mit GrĂŒndung des Instituts fĂŒr Konjunkturforschung in Berlin (heute: Deutsches Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung, DIW). Daneben etablierten sich in Deutschland einige weitere Wirtschaftsforschungsinstitute, die regelmĂ€Ăig Konjunkturprognosen veröffentlichen.
Diese erstellen seit 1950 zweimal im Jahr eine Gemeinschaftsdiagnose im Auftrag der Bundesregierung. Seit 2007 wird die Gemeinschaftsdiagnose öffentlich ausgeschrieben, sodass auch andere Institute daran beteiligt sein können. Das DIW als Vorreiter schied dabei aus, weil die Bundesregierung Vorbehalte hatte betreffend der LeistungsfÀhigkeit des Instituts wegen des Weggangs von erfahrenen Mitarbeitern vom DIW.cite-ref-27[27]
Der 1963 gegrĂŒndete SachverstĂ€ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erstellt ebenfalls im Auftrag der Bundesregierung einmal pro Jahr eine Konjunkturprognose, die stets im November veröffentlicht wird.
Weitere regelmĂ€Ăige Prognosen veröffentlichen internationale Organisationen. Die OECD veröffentlicht in ihrem OECD-Wirtschaftsausblick zwei Mal jĂ€hrlich eine Konjunkturprognose fĂŒr alle ihre MitgliedslĂ€nder sowie die groĂen SchwellenlĂ€nder. Auch die EU-Kommission und der IWF veröffentlichen regelmĂ€Ăige Konjunkturprognosen.
In Deutschland befassen sich zudem die Forschungsinstitute der Arbeitgeber (Institut der Deutschen Wirtschaft) und der Gewerkschaften (seit 2005 das neu gegrĂŒndete Institut fĂŒr Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung) mit Konjunkturanalysen. Das Institut fĂŒr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur fĂŒr Arbeit analysiert die Auswirkungen der Konjunkturentwicklung auf den Arbeitsmarkt.
Die ZuverlĂ€ssigkeit der ĂŒber die letzten zehn Jahre angestellten Prognosen ist nur wenig besser als die QualitĂ€t einer ânaivenâ Vorhersage. Dabei gehen die prognostizierten Werte der untersuchten Experten zum Teil betrĂ€chtlich auseinander; allenthalben wird aber die Höhe des kĂŒnftigen Wachstums tendenziell ĂŒberschĂ€tzt.cite-ref-28[28]
Methoden der Konjunkturprognose
Konjunkturprognosen werden ausgehend von den Erfahrungen der Vergangenheit ĂŒber den Ablauf frĂŒherer Konjunkturzyklen, empirisch festgestellten wirtschaftlichen ZusammenhĂ€ngen (zum Beispiel die Wirkung von Zinsen auf Investitionen oder von Steuern auf die Konsumnachfrage) und schlieĂlich Konjunkturindikatoren abgeleitet.
Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung liefert den definitorischen Rahmen, um die Konsistenz der Prognosen herzustellen. Dabei bedient man sich zum Teil intuitiver Verfahren, zum Teil ökonometrischer Methoden. Ăkonometrische Konjunkturmodelle stĂŒtzen sich auf mathematisch-statistische Verfahren; es können aber zusĂ€tzliche Informationen in die Modelle einflieĂen, die sogenannten Adds (konstante additive), oder aber auch multiplikative VerĂ€nderungen der endogenen Variablen. Zum Beispiel mĂŒssen neue politische MaĂnahmen âper Handâ in die Modellstruktur aufgenommen werden, die Wirkungen kann das Modell sodann allein ausrechnen.
Konjunkturbarometer
Jeden Monat bringt das Deutsche Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung (DIW) ein DIW-Konjunkturbarometer heraus. Es schĂ€tzt ein, wie das reale Bruttoinlandsprodukt des jeweils abgelaufenen Quartals aussehen könnte; denn zu diesem Zeitpunkt liegen noch keine Daten des Statistischen Bundesamtes vor. Dabei stĂŒtzt es sich auf solche Indikatoren wie Produktion und Umsatz in wichtigen Wirtschaftszweigen; darunter der GroĂhandelsumsatz und die AuftragseingĂ€nge, die Einnahmen aus der Umsatzsteuer und auch die Kraftfahrzeug-Zulassungen.
Einmal im Monat stellt das âifo-Institutâ diese Frage: âWird das GeschĂ€ft im nĂ€chsten halben Jahr besser, schlechter oder laufen die GeschĂ€fte gleich gut?â Aus den 7.000 Antworten darauf wird ein Indikator fĂŒr die Entwicklung der Wirtschaft berechnet.
Das Zentrum fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragt fĂŒr seinen ZEW-Index 350 ausgesuchte Börsenexperten zu deren Konjunkturerwartungen.
âSowohl ifo-GeschĂ€ftserwartungen als auch ZEW-Konjunkturerwartungen weisen einen signifikanten Vorlauf zur JahresverĂ€nderungsrate der Industrieproduktion in Deutschland auf. Dieser betrĂ€gt fĂŒr die ZEW-Konjunkturerwartungen bis zu 6 Monate, wĂ€hrend bei den ifo-Erwartungen ein Vorlauf von maximal 4 Monaten vorliegt. DarĂŒber hinaus zeigen Granger-KausalitĂ€tstests, dass der ZEW-Indikator einen signifikanten Vorlauf von einem Monat vor dem ifo-Indikator hat.âcite-ref-29[29]
Thomas Fricke hingegen weist auf die qualitativ unterschiedliche Vorgehensweise bei den von ifo-Institut und ZEW verwendeten Messverfahren hin: âEin Grundproblem des ZEW-Index liegt ganz offenbar darin, Analysten zu befragen, die zu starken Herdentrieben neigen - und dann auch noch zur allgemeinen Lage im Lande (und nicht wie beim Ifo zur Lage des eigenen Betriebs).âcite-ref-30[30]
Ein Konjunkturbarometer fĂŒr die USA kann mit den kostenlosen Daten des US Conference Board berechnet werden. Dieses veröffentlicht monatlich den US Leading Economic Indicator, der auf zehn wirtschaftlichen FrĂŒhindikatoren basiert. Daraus ergibt sich im Jahres- oder Halbjahresvergleich der US Leading Economic Index. Durch diese Berechnungsmethode kann die aktuelle Konjunkturphase bestimmt werden. Dieses Modell dient vor allem der rechtzeitigen Erkennung eines Konjunkturphasenwechsels.
Konjunkturdiagnose
Der konjunkturelle Ist-Zustand einer Wirtschaft wird durch verschiedene Methoden bestimmt. Zum einen kann eine Zeitreihenanalyse durchgefĂŒhrt werden, wobei bestimmte makroökonomische GröĂen wie das Bruttoinlandsprodukt, Volkseinkommen, Konsum und Investitionen herangezogen werden. Sollte eine differenzierte Konjunkturdiagnose stattfinden, wird eine Vielzahl von weiteren Zeitreihen wie z. B. der Auftragseingang verwendet.
Durch die Zeitreihenanalyse können verschiedene Konjunkturindikatoren konstruiert werden. Weiterhin kann eine Befragung von zahlreichen Unternehmen ĂŒber den gegenwĂ€rtigen Konjunkturzustand stattfinden. In der Bundesrepublik Deutschland werden solche Befragungen vom ifo-Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung durchgefĂŒhrt zum einen durch den Konjunkturtest und durch eine Tendenzbefragung. AuĂerdem kann ein Vergleich von Produktionspotenzial und tatsĂ€chlicher Produktion stattfinden. Durch diesen Vergleich wird der konjunkturelle Zustand einer Wirtschaft durch den Auslastungsgrad abgeleitet.
Konjunkturdienst
Es handelt sich hierbei um eine periodische Berichterstattung mit dem Ziel, Ergebnisse und Daten der Konjunkturforschung auszuwerten und den einzelnen wirtschaftlichen Aktoren nutzbar zu machen. Dazu dienen z. B. folgende Publikationen: der ifo-Schnelldienst des ifo-Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung in MĂŒnchen; der des iwd, des Instituts der Deutschen Wirtschaft in Köln sowie die einer Reihe anderer Wirtschaftsforschungsinstitute.
Konjunkturzyklen in der Bundesrepublik Deutschland
Im Gegensatz zu den USA, wo es eine âoffizielleâ Datierung der Konjunkturzyklen gibt, liegt eine offizielle Klassifikation der Zyklen fĂŒr Deutschland nicht vor. Betrachtet man nur Konjunkturen im engeren Sinne, die durch absolute RĂŒckgĂ€nge in der Wirtschaftsleistung begrenzt werden, so lassen sich seit 1945 sechs volle Zyklen erkennen, die zumeist mit AbschwĂ€chungen der Weltwirtschaft zusammenfielen.
âą Der erste Nachkriegsaufschwung endete im zweiten Halbjahr 1966. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 1967 war 0,2 % geringer als das BIP 1966. Auch die Weltwirtschaft kĂŒhlte ab (Tiefphase im zweiten Halbjahr 1967).cite-ref-31[31]
âą Der zweite Zyklus endete mit der Rezession 1974, als wĂ€hrend der ersten Ălpreiskrise viel Geld an die ölfördernden LĂ€nder floss.
âą Ein dritter Zyklus endete 1981/82 wĂ€hrend der zweiten Ălpreiskrise.
âą Der vierte Zyklus endete 1993 in einer Rezession. Es war die bis dahin einzige Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, die binnenwirtschaftliche Ursachen hatte: im Wiedervereinigungsboom hatte es Ăbersteigerungen gegeben; die Deutsche Bundesbank hatte u. a. wegen der zuvor hohen Inflation eine restriktive Geldpolitik praktiziert.
âą Ein fĂŒnfter Zyklus endete nach dieser ZĂ€hlung 2001. Im MĂ€rz 2000 war die Dotcom-Blase geplatzt; damit endete ein Boom in der IT- und Kommunikationsbranche. Die SchwĂ€chephase zog sich etwa bis 2004 hin.
âą Das relativ starke Wirtschaftswachstum seit 2005 lĂ€utete den Anfang des sechsten Zyklus in Deutschland ein. Dieser endete abrupt im zweiten Halbjahr 2008 durch eine Finanz- und Wirtschaftskrise in vielen IndustrielĂ€ndern. Im Jahr 2009 ging das BIP preisbereinigt um 5 % zurĂŒck. Das war der gröĂte RĂŒckgang nach der GrĂŒndung der Bundesrepublik.cite-ref-32[32]
Konjunkturzyklen in der Schweiz
Die vom Zweiten Weltkrieg unversehrte Schweiz erlebte nach dem Krieg einen bis zur Ălkrise Anfang der 1970er Jahre anhaltenden, vor allem auch durch den Export gestĂŒtzten Aufschwung, der in seiner letzten Phase in eine Inflation mĂŒndete und durch die Ălkrise sowie eine Baukrise abrupt gestoppt wurde. Beim zweiten Zyklus erstreckte sich der Aufschwung vor allem ĂŒber die 1980er Jahre, er wurde Anfang der 1990er Jahre durch eine geplatzte Blase im Immobiliensektor gestoppt. Der erneute Aufschwung ab zweiter HĂ€lfte 1990er Jahre nahm sein Ende wie in Deutschland mit dem Platzen der Dot-Com-Blase des amerikanischen IT-Sektors. Der vierte Zyklus-Aufschwung schlieĂlich wurde durch die Banken- und Finanzkrise von 2008 unterbrochen.cite-ref-33[33]cite-ref-34[34] Nach Ăberwindung dieses Konjunkturtals bewegt sich das Wachstum in der Schweiz jetzt wieder auf hohem Niveau.cite-ref-35[35]
Siehe auch
Literatur
Das PhĂ€nomen der Konjunktur wird in allen gĂ€ngigen makroökonomischen LehrbĂŒchern erörtert, zum Beispiel:
âą Lutz Arnold: Makroökonomik. Mohr Siebeck, TĂŒbingen 2008, ISBN 978-3-16-148075-1.
⹠Olivier Blanchard, Gerhard Illing: Makroökonomie. 4., aktualisierte Auflage. Pearson Studium, 2006, ISBN 3-8273-7209-7.
âą Michael C. Burda, Charles Wyplosz: Makroökonomik. Eine europĂ€ische Perspektive. 2. Auflage. Vahlen, MĂŒnchen 2003, ISBN 3-8006-2856-2.
⹠N. Gregory Mankiw: Makroökonomik. 5. Auflage. SchÀffer-Poeschel, 2003, ISBN 3-7910-2026-9.
Folgende LehrbĂŒcher beschĂ€ftigen sich speziell mit der Konjunktur:
âą Lutz G. Arnold: Business cycle theory. Oxford University Press, Oxford 2002, ISBN 0-19-925682-9.
⹠Bernd Lucke: Theorie und Empirie realer Konjunkturzyklen. Mit 73 Tabellen (= Studies in contemporary economics). Physica-Verlag, Heidelberg 1998, ISBN 3-7908-1148-3 (= zugleich Habilitation, FU Berlin, 1997: BeitrÀge zur Theorie und Empirie realer Konjunkturzyklen).
âą Alfred MauĂner: Konjunkturtheorie. Springer, Berlin 1994, ISBN 3-540-57790-4.
âą Gunther Tichy: Konjunktur. Stilisierte Fakten, Theorie, Prognose. 2. Auflage. Springer, Berlin 2007, ISBN 978-3-540-57437-8.
Weblinks
Wiktionary: Konjunktur
â BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
âą Literatur von und ĂŒber Konjunktur im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
âą Konjunkturberichte und -umfragen des Bundesverbandes deutscher Banken
âą Konjunkturprognosen der OECD
âą Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der LĂ€nder
Einzelnachweise
cite-note-11. â Konjunktur im Duden online; von dort auch die Etymologie lateinisch coniunctura âVerbindungâ, im Sinne von âaus der Verbindung verschiedener Erscheinungen sich ergebende Lageâ, zu lateinisch coniungere âverbindenâ.
cite-note-22. â Andrey Korotayev, Sergey V. Tsirel: A Spectral Analysis of World GDP Dynamics: Kondratiev Waves, Kuznets Swings, Juglar and Kitchin Cycles in Global Economic Development, and the 2008â2009 Economic Crisis. In: Structure and Dynamics. Vol. 4, Nr. 1, 2010, S. 3â57.
cite-note-wildmann83-33. â Lothar Wildmann: Wirtschaftspolitik. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2007, ISBN 978-3-486-58197-3, S. 83.
cite-note-44. â Lothar Wildmann: Wirtschaftspolitik. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2007, ISBN 978-3-486-58197-3, S. 83, 84.
cite-note-55. â US Business Cycle Expansions and Contractions
cite-note-99. â Jörn Altmann: Wirtschaftspolitik. 8. Auflage. UTB, Stuttgart 2007, S. 55 ff.
cite-note-1010. â Munich Business School: Rezession. Abgerufen am 28. Dezember 2025.
cite-note-1111. â Was ist eine Rezession? Ursachen, Folgen und Tipps fĂŒr Anleger. 23. April 2025, abgerufen am 28. Dezember 2025.
cite-note-1212. â Klaus Abberger, Wolfgang Nierhaus: Was ist eine Rezession? In: ifo-Schnelldienst. ifo-Institut, 2008, abgerufen am 28. Dezember 2025.
cite-note-1313. â POINTS OP VIEW (Published 1974). 1. Dezember 1974 (nytimes.com [abgerufen am 29. Dezember 2025]).
cite-note-1414. â Weltrangliste der Rezessionsvermeider: Eine beeindruckende Rekordjagd geht weiter. In: Makronom. 1. MĂ€rz 2017 (makronom.de [abgerufen am 1. MĂ€rz 2017]).
cite-note-1515. â SachverstĂ€ndigen Gutachten 2008 (Memento vom 6. MĂ€rz 2009 im Internet Archive)
cite-note-1616. â Determination of the December 2007 Peak in Economic Activity (Memento vom 18. Dezember 2008 im Internet Archive) (PDF-Datei; 29 kB)
cite-note-1717. â Joseph A. Schumpeter: Konjunkturzyklen. Eine theoretische, historische und statistische Analyse des kapitalistischen Prozesses. Band 1, Göttingen 1961 (engl. Business Cycles. A Theoretical, Historical, and Statistical Analysis of the Capitalist Process. New York 1939), S. 152.
cite-note-1818. â â⊠economists are using the word depression â a subjective term with no academic definition â to describe a condition of broad and extreme economic distress that remains stubbornly in place for much longer than a typical downturn.â (Peter S. Goodman: Sharper Downturn Clouds Obama Spending Plans. In: The New York Times. 27. Februar 2009)
cite-note-1919. â Douglas Dowd: Introduction to the Transaction Edition. In: Thorstein Veblen: The Theory of Business Enterprise. Transaction Books, New Brunswick. NJ, ISBN 0-87855-699-0. S. xvi.
cite-note-2020. â Joseph A. Schumpeter: Konjunkturzyklen. Eine theoretische, historische und statistische Analyse des kapitalistischen Prozesses. Erster Band, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-13237-1, S. 152, 158 f.
cite-note-2121. â âWhen depression economics prevails, the usual rules of economic policy no longer apply: virtue becomes vice, caution is risky and prudence is folly.â (Paul Krugman: Depression Economics Returns. New York Times, 14. November 2008)
cite-note-2222. â Lessons from the New Deal.
cite-note-2323. â Joseph A. Schumpeter: Konjunkturzyklen. Eine theoretische, historische und statistische Analyse des kapitalistischen Prozesses. Erster Band, Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2008, ISBN 978-3-525-13237-1, S. 150, S. 152, 158 f.
cite-note-2424. â Dem Goodwin-Modell zur ErklĂ€rung von Konjunkturschwankungen liegen Lotka-Volterra-Gleichungen zugrunde, wobei der Lohnquote die Rolle des RĂ€ubers und der BeschĂ€ftigungsquote die Rolle der Beute zukommt.
cite-note-2525. â Gerold BlĂŒmle: Wachstum und Konjunktur bei Differenzgewinnen - Ein Schumpeter-Modell der wirtschaftlichen Entwicklung, in: H.J. Ramser und Hajo Riese (Hrsg.): BeitrĂ€ge zur angewandten Wirtschaftsforschung. Gottfried Bombach zum 70. Geburtstag. Berlin 1989, S. 13â37. Dargestellt auch in Frank Schohl: Die markttheoretische ErklĂ€rung der Konjunktur. (= Schriften zur angewandten Wirtschaftsforschung). TĂŒbingen 1999.
cite-note-2626. â Wolfgang Weidlich, GĂŒnther Haag: Concepts and Models of a Quantitative Sociology - The dynamics of Interacting Populations. Berlin / Heidelberg / New York 1983. Dort das Kapitel 5: âNon-Equilibrium Theory of Investment: âThe Schumpeter Clockââ
cite-note-2727. â FTD: DIW droht Ausschluss von Gemeinschaftsdiagnose, 25. Juni 2007 (Memento vom 12. Januar 2012 im Internet Archive)
cite-note-2828. â Steffen Osterloh: Accuracy and Properties of German Business Cycle Forecasts. Applied Economics Quarterly 54/1 (2008)
cite-note-2929. â ZEW Konjunkturreport: PrognosequalitĂ€t der ZEW â Konjunkturerwartungen im Vergleich (Memento des Originals vom 23. MĂ€rz 2014 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ftp.zew.de, MĂ€rz 2001.
cite-note-3030. â FĂŒr ein Ministry of silly indicators (Memento vom 21. Februar 2009 im Internet Archive) 17. Februar 2009.
cite-note-3131. â Otmar Emminger: D-Mark, Dollar, WĂ€hrungskrisen. Erinnerungen eines ehemaligen BundesbankprĂ€sidenten, 1986, S. 137 ff.
cite-note-3232. â Statistisches Bundesamt: Zeitreihen zum Bruttoinlandsprodukt fĂŒr Deutschland.
cite-note-3333. â Ulrich Im Hof: Geschichte der Schweiz. Kohlhammer, 2001, ISBN 3-17-017051-1.
cite-note-3434. â Bulletin SKA der Schweiz. Kreditanstalt, 6/1996.
cite-note-3535. â Lagebericht von Mitte 2014 zur CH-Konjunktur.